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Über kleine Füchse, Gabelschwanzraupen und Eichenprozessionsspinner

Am Freitag, den 10.07., besuchte Frau Claudia Barday die Klasse 2b. Mit im Gepäck hatte sie Schmetterlingseier, verschiedene Raupen und für jedes Kind einen „Kleinen Fuchs“. Rund eine Stunde lang erzählte sie sehr anschaulich von den Stadien der Entwicklung von Schmetterlingen und beantwortete geduldig die Fragen der Schülerinnen und Schüler. Fasziniert betrachteten die Kinder die mitgebrachten Eier und Raupen und das Exemplar des Totenkopffalters. Da dieser fast wie eine Biene aussieht und auch wie eine Biene riecht, kann er unbehelligt in einen Bienenstock eindringen und sich am Honig bedienen.

Ansonsten erfuhren die Kinder, dass sich rund 20 heimische Raupen ausschließlich von den Blättern der Brennnessel ernähren. Ein wichtiger Grund, diese nicht völlig aus unseren kultivierten Gärten zu verbannen. Schmetterlinge saugen Nektar aus Blüten. Es ist also nicht nur für die Bienen wichtig, dass wir für ausreichend Blühflächen sorgen.

Um nicht vor der Verwandlung gefressen zu werden, wickeln sich Raupen häufig in Blätter ein. Wer also an einer Brennnesselpflanze ein zusammengerolltes Blatt entdeckt, kann davon ausgehen, dass es bewohnt ist. Manche Raupen, wie der Eichenprozessionsspinner, haben giftige Härchen, andere, wie z. B. die Gabelschwanzraupen, können ihr Gift 15 cm weit spritzen und sich so gegen ihre Fressfeinde zur Wehr setzen.

Jede Raupe spinnt sich eine Puppenhülle, manche bauen sich zusätzlich einen Kokon. Nach dem Schlüpfen dauert es etwa 2 Stunden, bis die Flügel getrocknet und fertig aufgepumpt sind. Eine gefährliche Zeit!

Zum Schluss setzte Frau Barday jedem Kind einen „kleinen Fuchs“ auf die Hand von wo aus sich die hübschen Falter sich in die Lüfte erhoben.

Nur etwa sechs Wochen dauert ein Schmetterlingsleben in der Regel. Zitronenfalter leben länger. Sie kann man sogar im Winter entdecken, denn sie haben eine Art Frostschutzmittel im Blut.

Vielen Dank für diese informative und lehrreiche Unterrichtsstunde!

(von Annette Schneider)