Verschiedene Studien belegen die positive Auswirkung von Schulhunden auf

die Lernatmosphäre, Leistungsfähigkeit und die sozial-emotionalen

Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler:

  • Er ermöglicht eine besondere Form des sozialen Lernens – Kinder erleben sich im Umgang mit Hunden als kompetent. Indem Hunde unmittelbar und ehrlich reagieren, wird den Kindern ihr eigenes Verhalten direkt gespiegelt.
  • Ein Schulhund fördert das Selbstbewusstsein, indem er den Kindern unabhängig von Aussehen, Status oder Kognition seine Zuneigung zeigt.
  • Die Lernatmosphäre wird positiv beeinflusst: Studien zeigen, dass nicht nur das Streicheln eines Tieres, sondern bereits dessen bloße Anwesenheit im Klassenzimmer eine stressreduzierende Wirkung hat.
  • Die Kinder lernen, Verantwortung zu tragen, indem sie zuverlässig für das Wohl des Hundes sorgen (der Wassernapf sollte immer frisch gefüllt werden, Müll oder Essensreste dürfen nicht im Klassenzimmer herumliegen, da dies eine Gefahr für den Hund bedeuten könnte, Hunde hören viel besser als Menschen, so dass die Klasse nicht zu laut sein darf…).
  • Die Lesekompetenz kann durch den Einsatz des Hundes als „Lesehund“ gesteigert und gefestigt werden.

 

Unser Schulhund – Mio

 

Mio ist ein Mischling und wurde am 4.12. 2012 in Allershausen geboren.

Seit Februar 2013 lebt er bei Frau Scheffler-Usener und ihrer Familie.

Bereits im Alter von 9 Wochen lernte er die Anni-Pickert-Schule langsam und behutsam als sein „zweites Zuhause“ kennen und besuchte selbst über drei Jahre lang die Hundeschule. Frau Scheffler-Usener bildete sich am Pädagogischen Institut in München zum Thema „Hund in der Schule“ fort.

Mio begleitet die Klasse von Frau Scheffler-Usener an ihren Unterrichtstagen. Zu Beginn eines Schuljahres in einer neuen Klasse lernen die Kinder die Verhaltensregeln im Umgang mit Hunden anhand des Materials „12 Regeln im Umgang mit Hunden“ des Verbandes für das Deutsche Hundewesens kennen. Sie erfahren außerdem viel über die Körpersprache, Besonderheiten, Bedürfnisse und Gewohnheiten von Hunden im Allgemeinen und von Mio im Besonderen.

Im Klassenzimmer hat Mio einen festen Rückzugsort (Transportbox) und eine Decke zum Ausruhen. Die Kinder der Klasse übernehmen wöchentlich wechselnd einen „Mio-Dienst“: dieser sorgt dafür, dass der Wassernapf stets frisch gefüllt ist und gibt ihm sein Futter. In den warmen Monaten können sich die Kinder immer zu zweit in einen „Gassi-Plan“ eintragen und in der Mittagspause (Ganztagsklasse) mit Frau Scheffler- Usener und Mio spazieren gehen. Hierbei lernen sie, den Hund richtig zu führen und Kommandos zu geben. Auch das richtige Spielen mit Mio wird gezeigt und geübt.

In regelmäßigen Abständen ist Mio in der Klasse als „Lesehund“ eingesetzt. Dabei liest ihm immer ein Kind alleine laut etwas vor – Mio findet das wunderbar entspannend.

Bei Suchspielen im Klassenzimmer können die Kinder erfahren, wie gut eine Hundnase Leckerli aufspüren kann.

Manchmal begleitet Mio Frau Scheffler-Usener zur Aufsicht im Pausenhof. Hier können ihn auch die anderen Kinder der Schule kennenlernen und gerne auf Nachfragen streicheln.

Auf Wunsch kommt Mio zu Besuch in andere Klassen, wenn z.B. gerade das Thema „Haustiere“ behandelt wird.

Mio ist ein verspielter und fröhlicher, dabei besonders umgänglicher, Kindern zugewandter und belastbarer Hund – und er geht jedes Mal gerne und freudig zur Schule!