Förderlehrerin

Was macht ein Förderlehrer?

Förderlehrer arbeiten mit einer kleinen Schülergruppe parallel oder ergänzend zum Klassenunterricht. Durch die kleine Gruppe sollen die Schüler zum einen die Möglichkeit erhalten, sich selbst intensiver einzubringen, zum anderen kann der Förderlehrer dem Schüler seinen individuellen Schwierigkeiten oder Stärken entsprechend Aufgaben zuweisen.

Welche Fächer unterrichtet der Förderlehrer?

Förderlehrer sind auf die Bereiche Deutsch und Mathematik spezialisiert. Je nach Bedarf der Schule geben sie aber auch Kurse für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche, Deutsch als Zweitsprache oder bieten eine Arbeitsgemeinschaft an. Ich habe derzeit u.a. Lesegruppen in den Jahrgangsstufen  2, 5/6, sowie eine Gruppe leistungsstarker Rechner aus der 3. Klasse. Ebenso arbeite ich eng mit den Klassenlehrern der 1. Jahrgangsstufen im Bereich der kooperativen Sprachförderung zusammen.

Was ist der Unterschied zum Klassenunterricht?

Jeder Schüler hat sein eigenes Lerntempo. Allen Schülern immer gerecht zu werden ist im Klassenverband mit oft hoher Schülerzahl nicht immer einfach. Der Förderlehrer hat durch die Kleingruppe mehr Möglichkeiten, seine Methoden und Sozialformen den Schülern entsprechend auszurichten.

Sei es, mit schwächeren Schülern längere Zeit beim handelnden Umgang zu verweilen (vom Be-greifen zum Verstehen), oder leistungsstarke Rechner mit zusätzlichen Knobelaufgaben zu motivieren. Letztendlich gilt, jeden Schüler nach seinen Fähigkeiten zu fördern und zu fordern.

Wie läuft der Unterricht ab?

Obwohl, oder gerade weil die Schüleranzahl geringer ist, wird auch hier auf das Einhalten der Gesprächsregeln, auf soziale Werte und höflicher Umgang miteinander geachtet. Die Arbeits- und Übungsformen werden je nach Aufgabe und Anforderung entsprechend gewählt: Beispielsweise Gruppenarbeit mit anschließender Präsentation, Stationentraining oder Lernen in spielerischer Form. Durch diese offeneren Unterrichtsformen findet in hohem Maß soziales Lernen statt. Die Schüler werden zu selbständigem Arbeiten angehalten. Sie sollen nach und nach lernen, ihre eigenen Fähigkeiten einzuschätzen.

Natürlich kooperiere ich als Förderlehrerin sehr eng mit meinen Kolleginnen/Kollegen, sodass die Kinder auch den Anschluss an die Klasse und den dort behandelten Stoff nicht verlieren.

 

Wer kann gefördert werden?

Das Gießkannenprinzip, also jedes Kind einmalig fördern, hat sich nicht bewährt. Sinnvoll ist die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum. In diesem Zeitraum sollen vorgenommene Ziele erarbeitet werden. Hauptziel ist es, dem einzelnen Schüler Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und somit seinen Selbstwert und seine Motivation für die Schule wieder zu stärken.